Atemwegserkrankungen inkl. Asthma und Mukoviszidose

Im Krankenhaus für Kinder und Jugendliche behandeln wir verschiedene Atemwegserkrankungen.

Asthma bronchiale

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Sie ist gekennzeichnet durch eine wiederholt auftretende Verengung der Bronchien, die aber reversibel ist. Auslöser für Asthma können unter anderem Atemwegsinfektionen, aber auch Allergien, körperliche Belastung und Kälte sein.

Die Abklärung erfolgt durch Allergietestung, Lungenfunktionsdiagnostik, ggf. Baby-Lungenfunktion und Stickoxidmessung (FeNO). Abgegrenzt werden andere Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen.

Es erfolgt die Erstellung eines Behandlungsplanes und bei Bedarf Einleitung einer Langzeittherapie. Wir bieten auch eine Langzeit-Mitbetreuung über unsere Spezialambulanz an.

Qualifizierte Asthmaschulungen für Eltern und Kinder im multidisziplinären Team werden regelmäßig durchgeführt.

Pneumonie (Lungenentzündung)

Die Lungenentzündung ist ein meist akutes Krankheitsbild, das bei rechtzeitiger Diagnosestellung oft auch ambulant behandelt werden kann. Seltener gibt es schwerere Lungenentzündungen mit begleitender Rippfellentzündung (Pleuritis, evtl. Pleuraerguss), oder Sauerstoffbedarf, die stationär therapiert werden müssen.

Manchmal ist die Diagnose allein durch die körperliche Untersuchung, oft jedoch nur durch ein Röntgenbild der Lunge zu stellen. Das Angebot der ambulanten Röntgenuntersuchung besteht auch in Notfällen. Bei schwereren Lungenentzündungen werden diagnostische Zusatzuntersuchungen wie die nicht-blutige Sauerstoffsättigungsmessung, die Bestimmung der Blutgasanalyse, mikrobiologische Untersuchungen und ggf. auch Punktion der Pleura durchgeführt. Die medikamentöse Therapie erfolgt bei schweren Lungenentzündungen über eine intravenöse Antibiotikagabe, in sehr seltenen Fällen kann auch eine intensivmedizinische Therapie wie die maschinelle Atemunterstützung vorrübergehend notwendig werden.

Fremdkörperaspiration (eingeatmete Fremdkörper)

Bei eingeatmeten Fremdkörpern wird die Diagnose notfallmäßig gestellt und therapiert (Entfernung mittels Bronchoskopie in Narkose).

Mukoviszidose

Die Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit, bei der vorwiegend die Lunge und das Bronchialsystem durch ein zähes Sekret sowie die Bauchspeicheldrüse durch die fehlende Produktion von Verdauungsenzymen betroffen sind. Nach der Geburt kann ein Mekoniumileus als seltener angeborener Darmverschluss auftreten. Später tritt teilweise auch ein Befall von Leber, Knochen und Gelenken auf. Es kann eine Sonderform des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) entstehen.

Die Diagnose wird mittels Schweißtest und molekulargenetischer Untersuchung gestellt.

Die Therapie besteht in regelmäßigen Inhalationen zur Schleimverflüssigung, Atemtherapie sowie der Einnahme von Verdauungsfermenten. Die Gefahr chronischer Infektionen durch Bakterien, die zur Abnahme der Lungenfunktion beitragen können, wird durch entsprechende Diagnostik untersucht und durch Antibiotika-Gaben mittels Inhalation, Säften, Tabletten bzw. Infusionen behandelt. Eine Betreuung in unserer zertifizierten Ambulanz wird angeboten.