Trauma und Belastungsreaktionen

Unter Trauma verstehen wir so unterschiedliche Dinge wie Unfälle, Todesfälle, Naturkatastrophen, aber auch das Erleben von Gewalt, Folter, kriminellen Handlungen oder sexueller Ausbeutung. Alle diese Situationen haben gemeinsam, dass sie Menschen in extremen Stress versetzen und belasten. Traumatische Situationen sind eine Herausforderung für die psychischen Bewältigungsmöglichkeiten eines Menschen.

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Warnsignale und Symptome

  • Klagen, dass Bilder, Gedanken, Erinnerungen an die traumatisierende Situation „nicht aus dem Kopf gehen“ oder „einfach immer wieder auftauchen“, besonders abends vor dem Schlafengehen.
  • Innehalten und „Löcher in die Luft starren“, auf Ansprache nicht reagieren, scheinbar nicht zuhören, in Gedanken woanders sein.
  • Albträume und Angst vor der Dunkelheit haben.
  • Er/Sie zieht sich von den FreundInnen zurück, will lieber alleine sein.
  • Körperliche Beschwerden wie Kopf-, Bauchschmerzen, Schwindelgefühle oder Ohnmachten
  • Schulverweigerung oder Rückzug von den Freunden
  • Depressionen, Einsamkeitsgefühle, Grübeln über den Sinn des Lebens, den Tod und die Zukunft
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Lernstörungen
  • Selbstverletzendes Verhalten (Ritzen, Schneiden, Prügeleien)
  • Selbstberuhigungsversuche mit Alkohol, Medikamenten und Drogen
  • Verändertes Essverhalten: zu wenig oder zu viel

Therapie

  • Die Unterstützung von Familienmitgliedern, Freunden und Verwandten ist sehr wichtig (Beratungsstellen, Traumanetzwerk, Krankenhaus).
  • Offenheit, über die schwierigen Ereignisse zu sprechen; die Entscheidung darüber sollte aber beim Kind oder Jugendlichen bleiben.
  • Tagesstruktur und ein Spaziergang pro Tag oder andere körperliche Betätigungen sind hilfreich.

Wir bieten sowohl ambulante wie (teil-)stationäre Behandlung bzw. Therapie an.