Suchtstörungen

Austesten und (Grenz-)Erfahrungen zu machen ist ein normaler Bestandteil der pubertären Entwicklung. Dazu zählt auch das Ausprobieren von Alkohol und Drogen.

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Warnsignale und Symptome

Wenn dadurch jedoch der Alltag beeinträchtigt wird, die schulischen Leistungen sich verschlechtern, die Ausbildung leidet oder sogar Konflikte mit dem Gesetz auftreten, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Das Gleiche gilt, wenn der übermäßige Konsum neuer Medien zu einer Vernachlässigung anderer Pflichten und Freizeitaktivitäten führt, der/die Jugendliche sich zunehmend zurückzieht oder häufig aggressiv reagiert.

Hellhörig sollte man werden, wenn Jugendliche

  • Mehrmals übermäßig Alkohol/Drogen konsumieren
  • Schulische und/oder häusliche Pflichten vernachlässigen
  • Spaß/Freude nur oder vorwiegend mit dem Konsum verbinden
  • Aufgrund ihres Konsums mit dem Gesetz in Konflikt geraten
  • Auf Anforderungen mit Aggression oder Rückzug reagieren
  • Gesundheitliche Folgen (z.B. Schlafstörungen, Gewichtsabnahme) zeigen

Behandlung von Suchterkrankungen

Unsere Klinik bietet in solchen Fällen ambulante und stationäre Hilfsangebote. In unserer Suchtambulanz können sich Jugendliche und ihre Eltern vorstellen, die einen problematischen Umgang mit Alkohol oder illegalen Drogen zeigen oder Schwierigkeiten im Umgang mit Computer, Internet oder anderen Medien haben. Auf unserer beschützten Station für abhängige und suchtgefährdete Jugendliche behandeln wir Patienten, bei denen eine ambulante Anbindung nicht ausreichend ist. Hier bieten wir neben einer qualifizierten Entzugsbehandlung auch die Diagnostik und Therapie zugrundeliegender oder begleitender psychischer Störungen. Vor Aufnahme erfolgt ein informatives Vorgespräch; bei entsprechender Indikation ist eine Behandlung auch gegen den Willen des Jugendlichen möglich.
Reglmäßige Gespräche mit den Sorgeberechtigten und bei Bedarf die Kontaktaufnahme zu anderen Stellen sowie die Planung weiterführender Hilfsangebote sind feste Bestandteile der Behandlung.

Die Behandlung besteht aus:

  • Einzel- und Familiengesprächen
  • Fachtherapien
  • Gruppentherapien
  • Sozio-/Milieutherapie
  • Medizinischer Begleitung und Beratung (inkl. regelmäßigen Drogenscreenings)

Eine frühzeitige Behandlung verhindert viele Anpassungsprobleme!

Wir bieten sowohl ambulante wie stationäre Therapien an.