Sprachentwicklungsstörungen

Sprache ist unser zentrales Mittel, um mit unserer Umwelt in Kontakt zu treten. Abweichungen können im Sinne einer Sprachentwicklungsverzögerung oder aber auch einer Sprachstörung bestehen. Es ist sehr wichtig, diese Probleme früh zu erkennen und zu behandeln.

Warnsignale und Symptome

In der Entwicklungsgeschichte des Kindes fällt auf, dass die Sprachentwicklung verspätet beginnt. Wenn ein Kind mit 2 Jahren weniger als 50 Wörter spricht, wird dies als Late Talker bezeichnet. Eine sorgsame Begleitung dieser Kinder ist notwendig.

Warnsignale sind:

  • Geringer Wortschatz
  • Schwierigkeiten in der korrekten Lautproduktion
  • Probleme in der Grammatik, unkorrekter Satzbau

Diese Bereiche zählen zu den sprachproduktiven Fähigkeiten. Schwierigkeiten in diesen Bereichen fallen aller Erfahrung nach rasch auf.

Anders ist es, wenn es um das Verstehen von Sprache geht. Gerade im Alltag fallen diese nicht deutlich auf und bleiben entsprechend häufig lange unentdeckt.

Warnsignale in Hinblick auf Schwierigkeiten im Verstehen von Sprache sind:

  • Ausgeprägte visuelle Orientierung
  • Häufiges Nachfragen
  • Immer mit „ja“ antworten
  • Die Antworten sind oft nicht ganz passend und verwirren den Gesprächspartner

Da die Auswirkungen von Sprachstörungen auf das Bewältigen kommunikativer Anforderungen, schulischer Aufgabenstellungen und das Entwickeln eines gesunden Selbstbildes erheblich sein können, ist deren differenzierte Abklärung wesentlich.

Therapie:

Auf Basis einer multiprofessionellen Diagnostik und eines genauen Profils der sprachlichen Stärken und Schwächen eines Kindes werden die Schwerpunkte der Therapie formuliert. Im Fokus steht die Erweiterung der sprachlichen sowie kommunikativen Fähigkeiten des Kindes, um die Bewältigung verschiedener kommunikativer Anforderungen zu ermöglichen. Hierfür stehen verschiedene therapeutische Ansätze zur Verfügung:

  • Elternzentrierte Ansätze bei sehr jungen Kindern
  • Kommunikativ-spielerische Therapieformen
  • Entwicklungsproximale und handlungsorientierte Ansätze
  • Eher direktive Vorgehensweisen, in denen gezielt z.B. Laute angebahnt, Wortschatz erweitert oder Elemente der Grammatik erarbeitet werden

Darüber hinaus ist die Beratung und Anleitung der Eltern sowie der weiteren Bezugspersonen des Kindes stets ein wichtiger therapeutischer Baustein.

Wir bieten sowohl ambulante wie (teil-)stationäre Diagnostik und Therapie an.