Ambulanz für Jugendliche mit Essstörungen

Magersucht, Ess-Brechsucht und Essattacken mit Kontrollverlust sind neben der Adipositas (krankhaftes Übergewicht) die häufigsten und bekanntesten Essstörungen. Essstörungen im Kindes- und Jugendalter wirken sich nicht nur für die Betroffenen selbst aus, sondern belasten die gesamte Familie. Deshalb versuchen wir, die ganze Familie, soweit möglich, in den Beratungs- und Behandlungsprozess miteinzubeziehen.

Behandlungsangebote:

Ambulante Behandlung

Einzeltherapie und Elternarbeit:

Die ambulante Behandlung besteht in der Regel aus Einzel- und Familiengesprächen in Kombination mit Ernährungstherapie und medizinsicher (ärztlicher) Begleitung sowie dem Angebot der Fachtherapie (z.B. Kunsttherapie, Tanz- und Körpertherapie, Entspannungsverfahren).

Ambulante Therapiegruppe für jugendliche Mädchen mit Essstörungen

Für Mädchen mit Anorexie, Bulimie oder Binge-eating-Störung bieten wir seit 2006 ein spezielles Intensivangebot an, insbesondere um ggf. eine stationäre Aufnahme vermeiden zu können oder im Sinne einer intensiven nachstationären Weiterbehandlung.
Die wesentlichen Therapiebausteine dabei sind:

  • Ernährungstherapie/Medizin
    Betroffene lernen und erfahren viel über gesunde und ausgewogene Ernährung und können sie dort gemeinsam üben. Sie bekommen Informationen über ihre Erkrankung, mögliche körperliche Folgen und Beschwerden und wie sie das Essen wieder in den Griff bekommen können.
  • Psychologisch-therapeutische Begleitung
    Patienten lernen und entdecken neue Wege und Möglichkeiten, mit ihren Problemen und Ängsten umzugehen, sie entdecken und trainieren ihre Kompetenzen und bekommen Hinweise, mit ihrem ungewöhnlichen Essverhalten, Rückfällen und Krisen konstruktiver umzugehen.
  • Kunsttherapie
    Dort haben Betroffene u.a. die Chance, sich als Person besser kennen zulernen, kreativ neue Seiten an sich zu entdecken und so heilende Potentiale in sich zu entfalten.
  • Die Gruppe
    Sie bietet den Patientinnen neue Sichtweisen, unterstützt und fängt auf, wenn Ziele (noch) unerreichbar erscheinen. Sie schafft Raum für soziales Lernen und neue Erfahrungen.
  • Familien- und Elternarbeit
    Dieses Angebot bietet den Betroffenen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, Probleme anzusprechen, Lösungen zu erarbeiten sowie neue Perspektiven zu entdecken.

Stationäre Behandlung

Nicht selten ist eine vorübergehende, aber oft längerfristig angelegte stationäre Behandlung notwendig, gerade bei starkem Untergewicht oder schwerer Erkrankung bzw. schwieriger Erkrankungsphase. Die stationäre Behandlung umfasst in der Regel alle vorher bereits genannten Behandlungsbausteine, oft aber in intensiverer Form. Dazu kommt eine intensive Betreuung und Begleitung der Betroffenen im Stationsalltag (z.B. Essensbegleitung, Essen unter fachlicher Anleitung, häufigere Gesprächsangebote).

Eine stationäre Behandlung ist möglich auf unseren kinder- und v.a. jugendpsychiatrischen Stationen (Station 10, Station 22, Station 23).

Augsburg

Leitender Psychologe:
Dipl.-Psych. Rupert Müller

Kempten

Oberärztin:
Dr. med. Claudia Kalischko

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Flyer zum Thema EAT
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Flyer zum Thema IS(S) WAS?
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