Die Therapiestationen in Kempten

Die Kinderstation hat zehn Plätze für Kinder von ca. sechs bis 12 Jahre, die Jugendstation für Jugendliche von 13 bis 17 Jahre.

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Die Kinder und Jugendlichen werden entweder nach Anmeldung durch einen ärztlichen Kollegen in der Institutsambulanz geplant aufgenommen oder kommen notfallmäßig auf die Station. Sie werden rund um die Uhr durch das qualifizierte Pflege- und Erziehungsteam betreut.

Während und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wird die Diagnostik durchgeführt. In enger Absprache zwischen Arzt, Psychologen, Fachtherapeuten und Pädagogen wird ein individueller, ressourcenfördernder Therapieplan zusammengestellt, an dem die verschiedensten Therapiedisziplinen mitwirken. Therapeutische Angebote finden auch in der Gruppe statt. Besonders erwähnenswert sind in Kempten die Kletter-(„Geckogruppe“), Depressionsgruppe und Trommelgruppe. Der Snoezelraum bietet einzigartige Möglichkeiten der Entspannung und Regenerierung.

Von Beginn an werden die Eltern eng in die Arbeit eingebunden. Um die in den Elterngesprächen vereinbarten Veränderungsmöglichkeiten anwenden zu können, sind Beurlaubungen an den Wochenenden und Besuche unter der Woche wichtig.

Vormittags besuchen die Kinder und Jugendlichen die klinikinterne Schule. Die Lehrkraft steht mit dem Team in engem täglichen Austausch und wird von diesem im Unterricht bei Bedarf unterstützt.

Es gibt einen strukturierten Tages- und Wochenplan, in dem u.a. Rituale und das regelmäßige Erleben von Gemeinsamkeit eine wichtige Bedeutung haben. Einmal in der Woche wird mit der Patientengruppe ein Ausflug unternommen.

Um die in der stationären Behandlung erreichten positiven Veränderungen zu festigen und auszubauen, ist es wichtig, vor der Entlassung mit den Beteiligten weitere Maßnahmen wie ambulante Therapie und Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern zu besprechen und festzulegen. Hier spielt auch der sozialpädagogische Fachdienst eine wesentliche Rolle.